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75 Jahre Blech, Bläser und Begeisterung

Der Bäckermeister Ernst Guthmann hätte sich das im Traum nicht vorstellen können: 40 % Frauenquote im Posaunenchor!

Im Mai 1927 hatte er von Kirchenrat Wirth 9 Instrumente, dazu Noten und Notenständer erhalten. Streng nach den damaligen Richtlinien waren als Mitglieder ausschließlich Männer (ausdrücklich auch „junge Männer“) zugelassen, „die einen entschiedenen christlichen Lebenswandel führen“. An zweiter Stelle erst war die entsprechende musikalische Begabung gefragt. Sinn und Zweck war es, „nicht nur zur Ehre Gottes zu spielen, sondern auch dem christlichen Gemeindeleben zu dienen, die edle geistliche Musik zu pflegen und so zur geistlichen Erbauung und zur christlichen Freude der Gemeindeglieder beizutragen.“

Den Zielen aus der Gründungszeit fühlen sich Bläserinnen und  Bläser in St. Johannis auch heute noch verpflichtet. Seit vielen Jahren haben nun auch Frauen ein „doppeltes Stimmrecht“ im Posaunenchor – ein Gewinn für alle.